Dienstag, 21. Juli 2015

Ein langer Weg nach Schottland - Teil 2

Unser Wunsch gemeinsam in das mystische und landschaftlich ansprechende Land der Feen und Elfen, der Druiden und Kelten, der Hochlandrinder und Schafe, des Whiskys und Haggis, der Clans und Dudelsackspieler, der Kilts und Highland Games, der Burgen und Schlösser zu reisen, verstärkte sich recht schnell ...

Denn zufälligerweise erschien Ende 2012 der Artikel "Auf Dosensuche in den schottischen Highlands" im Geocaching Magazin . Die Bilder, die den Artikel begleiteten, ließen uns von einem traumhaften und spannenden Urlaub in den schottischen Highlands träumenNeben jeder Menge Tipps und Anregungen für ansprechende Caches, wurde auch eine Empfehlung für das Reisen mit einem Wohnmobil gegeben. Diese Idee erschien uns äußerst attraktiv, zumal wir da auch unsere Hündin Kayla mitnehmen könnten. Wir stellten aber auch Überlegungen an, dass Ingo mit dem Motorrad und ich mit dem Auto, unserem ganzen Gepäck und dem Hund nach Schottland reisen könnten. Ingo hatte aber noch eine andere Idee ...

Daher begannen wir Anfang 2013 uns näher mit dem Thema "Urlaub in Schottland" zu befassen. Ich holte Erkundigungen bezüglich der Einreise und des Aufenthalts von Hunden nach und in Schottland ein. Die Einreisebestimmungen in das Vereinigte Königreich für Tiere hatten sich in den letzten Jahren gelockert und so war diese Hürde für uns schon einmal überwunden. Aber in diversen Reiseberichten von anderen Hundehaltern wurde von der Mitnahme eines Hundes nach Schottland sehr abgeraten. Denn unter anderem werden in Schottland frei laufende Hunde sofort erschossen, weil sie nämlich als wildernde Hunde angesehen werden und die dort frei laufenden Schafe reißen könnten. Dieses schreckte uns erst einmal wieder davon ab. Zumal es schwierig wurde ein passendes Wohnmobil auszuleihen, welches die Mitnahme von Hunden erlaubte. Weiter erschwerend kamen die schlecht planbaren Auslandseinsätze von Ingo hinzu. Daher verschoben wir erst einmal das Projekt "Schottland". Vorerst ...

Das Thema "Schottland" ließ mich aber irgendwie nicht los und auch Ingos Idee, dass wir gemeinsam mit dem Motorrad nach Schottland fahren sollen und zwar jeder auf seiner Maschine!

Uff ...!? Da gab es nur ein oder zwei Probleme! Ich finde Motorradfahren zwar mega cool und ließ auch bisher keine Gelegenheit aus, bei jemandem mitzufahren, aber einen eigenen Führerschein besaß ich nicht, geschweige denn ein eigenes Motorrad! Für einen eigenen Führerschein fehlte mir bisher entweder das Geld, die Zeit oder der Mut!

Aber geheim gehegte Wünsche haben es so an sich, dass sie in einem keimen, wachsen und irgendwann einmal so groß sind, dass man sie entweder erfüllen und ausleben muss oder sich für immer von dem Wunsch verabschiedet.

Ingo traf mit seiner Idee bei meinem Wunsch, selber Motorrad zu fahren, genau ins Schwarze und ließ meine Wunschpflanze ins Unermessliche wachsen. So fasste ich meinen ganzen Mut zusammen und den Entschluss, den vorbeifahrenden Motorradfahrern nicht immer nur nachzusehen und von eigenen Fahrten zu träumen, sondern es selber in die Hand zu nehmen. Heimlich erkundigte ich mich bei verschiedenen Fahrschulen in der näheren Umgebung nach Fahrstunden. Da ich Ingo mit einer bestandenen Prüfung überraschen wollte, begann ich erst Fahrstunden zu nehmen, als er beruflich mal wieder länger ins Ausland musste.

Leider zog sich alles in die Länge und ich war noch lange nicht so weit, als Ingo bereits wieder heimkehrte. Trotzdem konnte ich vorerst mein Geheimnis vor ihm verbergen, auch wenn es mir sehr schwer fiel, ihm nicht alles freudestrahlend zu erzählen und gespannt auf seine Reaktion zu warten. Schwierig wurde es erst, als ich auf die theoretische Prüfung lernen musste und Ingo krank neben mir saß.

"Was machst du denn da?", "Och, nichts besonderes ... " hüstel ... "Fragebögen?", "Ja, nur so zum Spaß, um mal zu schauen, ob ich es noch kann ...", "Aber das sind doch Motorradfragebögen!?"...
Naja, lange konnte ich mein Geheimnis dann doch nicht geheim halten und ich erzählte ihm schließlich alles. Er fuhr mich mit dem Motorrad zur theoretischen Prüfung. Nachdem ich diese bestanden hatte fuhr er mich stolz und freudestrahlend zum LOUIS einkaufen. Des weiteren begleitete er mich danach zu einigen Fahrstunden und auf meiner Überlandfahrt.

Anfang Oktober 2013 konnte ich Ingo dann endlich mit einer bestandenen Fahrprüfung und einem nagelneuen Führerschein überraschen!
Da wir im Sommer 2014 unsere gemeinsame Wohnung bezogen, fiel ein größerer Sommerurlaub erst einmal aus! Ebenso der Kauf einer eigenen Maschine.
Aber Anfang 2015 kam das Thema des eigenen Motorrads wieder auf den Tisch und wir sahen uns nach einer passenden Maschine für mich um.
   

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