Nach einer eher kurzen Nacht waren wir immer noch voll der
Eindrücke vom Vortag und packten unsere sieben Sachen dann doch erst etwas
später zusammen und verstauten alles auf den Motorrädern. Die erst kürzlich
frei gewordenen Stellen in den Koffern wurden mit den gekauften
Erinnerungsstücken vom "Military Tattoo" wieder ordentlich
aufgefüllt. So musste wieder etwas mehr gedrückt und gestopft werden. Aber wir
brachten alles unter und so konnte unsere Fahrt Richtung Norden weiter gehen.
Für heute hatten wir uns einen Earthcache (D5/T5) an der
Küste vorgenommen, der nur bei Ebbe sicher machbar ist. Die Besonderheit dieses
Küstenstreifens ist, die Sichtbarkeit der Kraft der Natur anhand der zum einen
durch einen Vulkanausbruch geformten Felsenküste und zum anderen durch die
Gezeiten geschliffene Landschaft. Vom Parkplatz ging es erst einmal bergan auf
Wegen, doch weiter oben entlang des Randes an noch ungeernteten Feldern. Oben
angekommen, hatten wir einen großartigen Ausblick über den Strand und das Meer.
Der Weg führte uns nun an der Küste wieder hinunter zum Strand und zum
"Elie Chainwalk".
Am Strand gingen wir aber dem Meer auf den Leim, Elly bückte
sich für die ein oder andere leere Muschel oder Wasserschneckengehäuse und für
mich war erst mal der Sand am Strand die Hauptattraktion. Dabei blieb für uns
die Zeit stehen, doch leider nicht für den Rest der Welt. So mussten wir uns
gegenseitig darin erinnern, dass die Flut möglicherweise bald einsetzen könnte
und wir uns sputen sollten, da wir nicht genau wussten, wie lange wir brauchen
würden. Außerdem wollten wir durch die Flut nicht unten an der Küste
festgesetzt werden. Zumindest konnten wir uns grob an den anderen Besuchern
orientieren, da der Einstieg in den Chainwalk von beiden Seiten möglich ist und
uns noch immer wieder Leute entgegen kamen.
Nachdem wir nun den Strand hinter uns gebracht hatten, ging
es an unseren ersten richtigen Chainwalk und dazu auch gleich noch komplett in
Motorradklamotten. Ob das gut gehen kann, werden wir dann gleich sehen. Der
Anfang war nicht gerade der leichteste, aber am Ende waren wir froh so herum
gelaufen zu sein. Jedenfalls stellte sich auch heraus, mit Motorradklamotten
ist das schon machbar, aber während man sich bewegt, kommt man ganz schön ins
Schwitzen und wenn man anhält, kommt die frische Seebrise und kühlt einen aus.
Dennoch haben wir diesen beeindruckenden Chainwalk ohne Blessuren und ohne
Erkältung überstanden.
Für den Earthcache mussten wir an drei Stellen anhalten, um
Fotos zu machen. An einer Stelle hat uns das wieder einmal etwas länger
aufgehalten, da wir bei der Vorbereitung etwas schludrig waren und uns nicht
einmal die schon eingestellten Bilder angeschaut hatten. Irgendwie haben wir
dann von ein paar möglichen Stellen rund um die Koordinaten Bilder gemacht und
hoffen, dass die Richtigen dabei sind. Wir werden sehen. ;-) Das was die Natur
hier geschaffen hat, ist auf jeden Fall eine Augenweide und muss somit wohl
auch eher mal selbst gesehen werden, da Worte und Bilder dafür nicht unbedingt
ausreichen.
Am Ende des Chainwalk angekommen, stiegen hier immer noch
Leute in den Chainwalk ein, so dass es bis zur Flut wohl noch etwas länger
dauern müsste. Uns kam es jedenfalls so vor, dass das Wasser schon wieder auf
dem Vormarsch ist, aber seinen Höhepunkt noch nicht erreicht hat. Hier an der
schroffen Küste ist die Flut vielleicht nicht ganz so fatal, wie im Wattenmeer
der Nordsee, wenn man dort kilometerweit auf dem flachen Watt spaziert? Wir
genossen noch die herrliche Aussicht ...
Unser Weg ging nun die Steilküste wieder hinauf, um an der
Kante entlang den Rückweg anzutreten. Oder sollte ich lieber den Rückzug
antreten sagen? Denn hier kamen wir an entmilitarisierten Stellungen des
früheren Küstenschutzes vorbei. Eine dieser Ruinen nahmen wir genauer unter die
Lupe, da dort natürlich ein Cache versteckt sein sollte.
Danach war die Zeit doch schon recht weit fortgeschritten,
dass wir uns auf den Weg nach St. Andrews begaben. Dort hatten wir gesehen,
dass es zwei Campingplätze gibt, die hoffentlich uns aufnehmen würden. Am
ersten fuhren wir vorbei, da wir den zweiten im Navi eingegeben hatten. Nicht
viel weiter kam dann aber gleich die Ernüchterung, hier wurden wir NICHT
herzlich empfangen. Somit fuhren wir zum Ersten wieder zurück. Doch da auch
erst einmal Ernüchterung, kein noch so kleiner Platz für ein Zelt stand zur
Verfügung. Dank der Geschäftstüchtigkeit einer der Angestellten, konnten wir
hier aber doch noch verweilen, da noch ein Zimmer in ihrem "Bunk
House" frei war. Das war zwar etwas teurer und relativ klein, aber trocken
und warm. Das untere Bett war breit genug für uns zwei und unser Gepäck passte
noch gerade so vor das Bett. Auf dem Flur gab es zwei Toiletten mit Dusche und
noch eine voll ausgestattete Küche. Da wir im Shop uns mit ein paar Dosen wieder
eingedeckt hatten, konnten wir damit die Küche für uns nutzen. So ging es gut
gesättigt mit Bohnen, Würstchen und Fleischbällchen im Magen ins Bett.
GEOCACHES:
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