Am Morgen des heutigen Tages wurden wir mit ganz viel Sonne begrüßt, die langsam über dem Ben Nevis aufging. Während wir noch unsere heutige Route planten, machten sich schon die ersten Wanderer auf den Weg, um den Ben Nevis zu erklimmen. Das hatten wir eigentlich auch vor, aber dafür haben wir leider keine Zeit. So heben wir uns das Abenteuer "Ben Nevis" eben für unseren nächsten Besuch in Schottland auf. ^^
| Panorama des Ben Nevis |
Aus Deutschland hatten wir eine Coin mitgebracht, die zum Ben Nevis wandern sollte. Da uns für das Ablegen auf dem Ben Nevis keine Zeit blieb, suchten wir einen Cache zu dessen Fuße, in den wir die Münze platzieren könnten. So packten wir mal wieder, diesen Morgen zum Glück im warmen Sonnenschein, unsere sieben Sachen auf die Motorräder und verabschiedeten uns vom Ben Nevis und dem großartigen Campingplatz.
Wir fuhren allerdings nicht sehr weit, denn die gesuchte Dose befand sich nicht so weit weg vom Campingplatz. Als wir die "kleine" Dose fanden, war die Enttäuschung allerdings ganz groß, denn in diese Dose würde die Coin garantiert nicht passen. Daher wurde das GPS um eine neue Möglichkeit bemüht. Wir fanden möglicherweise etwas passendes. Die Dose wurde auch unter "klein" geführt und war noch in relativer Gehreichweite von unserer aktuellen Zwischenstation zu erreichen.
An der alten Brücke über den Fluß Nevis angekommen, leitete uns das GPS erst einmal etwas zu weit. Leider war auf der anderen Seite eine Baustelle und unsere Befürchtung, dass wir zum Fuße der Brücke hinab müssten. Somit nahmen wir mal die Lage etwas genauer unter die Lupe, ob wir vielleicht die Dose oder zumindest das Versteck von oben ausmachen könnten. Auch ein passabler Weg nach unten war nicht wirklich zu erkennen. So hingen wir auf beiden Seiten der Brücke über der Brüstung, bis mir etwas auffiel. Und es war die "Dose", die wir somit doch noch als gefunden deklarieren konnten. Auch die Größenangabe stimmte mit der Realität überein, so dass die Coin hier ein schönes Plätzchen finden sollte.
Auf dem Weg zurück zu unseren Motorrädern machten wir noch Halt an ein paar Sehenswürdigkeiten entlang der Straße. So war hier ein großer Brocken aufgeschnitten worden, um mal in einen solchen Felsen blicken zu können. Eine Curling-Bahn gab es hier auch auf der jede Menge Wasser stand, aber die Temperaturen waren für diesen Sport noch nicht ausreichend niedrig. ;)
| Ein Steintroll oder der zu Scherzen aufgelegte Ingo? ^^ |
Die Strecke führte uns recht kurvenreich durch eine schöne Landschaft mit Seen und Bergen. Einige Kurven später erreichten wir einen schönen Parkplatz mit einer tollen Aussicht über die hügelige Landschaft und dessen Täler. Während wir uns mit Äpfeln und anderen Dingen verpflegten, suchte ich auf dem GPS mal nach Caches in der Nähe. Per Zufall war sogar gleich bei diesem Parkplatz der "Pipers View", den wir auch ganz gut fanden und von dort noch einmal die herrliche Aussicht genossen. Eben so, wie man sich unter anderem Schottland vorstellt ...
Nun ging die Straße eher weiter hinunter in die Täler und folgte Flußläufen oder dann auch den Ufern von kleinen oder doch schon größeren Seen. Von den Schildern wurden wir informiert, dass wir inzwischen in den "Loch Lomond and The Trossachs National Park" eingefahren waren. Anfangs ging es noch einige Kurven durch das Tal mit einem Fluß. Doch bald wurde aus diesem Fluß der Anfang eines großen Sees, dem Loch Lomond. Eine weitere Pause bahnte sich an, die wir am Ufer des Loch Lomond natürlich auch mit der Suche nach einem Cache begehen wollten. Mit einem ausgiebigen Spaziergang war auch diese Dose gefunden und wir konnten den Blick über den Loch Lomond noch genießen.
Eigentlich dachte ich, wir hätten schon ein großen Teil des Loch Lomond hinter uns gelassen, aber das GPS war da anderer Meinung. Doch umso weiter wir am See entlang fuhren, umso deutlicher wurde auch, dass wir heute die Highlands verließen und wieder in die Lowlands eintauchten. Denn zum Ende des Sees waren immer weniger hohe Berge zu sehen, die den See in seinen Ausmaßen begrenzten.
Stück für Stück fuhren wir also die heutige "Verbindungsetappe" weiter, um am Ende hoffentlich einen Platz auf einem schönen Campingplatz zu erhalten. Etappenziel war ein Campingplatz ziemlich in der Nähe des Stadtzentrums von Glasgow und für diese Stelle sollten auch wieder zwei Nächte vorgesehen sein. Als wir uns durch den heftigen Feierabendverkehr von Glasgow gekämpft hatten, wurde es wieder ein wenig ruhiger und der Campingplatz war endlich auch angeschrieben. Doch am großen Eingangstor sahen wir zu unserem Schrecken, nicht nur den Namen des Campingplatzes, sondern auch noch ein Schild in rot mit der Aufschrift "No vacancies". Wir fuhren dennoch ein, um wenigstens mal zu fragen. Da kam auch schon jemand aus dem Gebäude und war wild am gestikulieren. So richtig hatte ich ihn nicht verstanden und machte erst einmal den Motor aus. Dann konnte ich ihn endlich auch verstehen und kapierte, dass hier das erste Gebäude noch nicht die Rezeption des Campingplatzes ist, sondern wir noch weiter in die Anlage reinfahren mussten. Also Motor wieder an und vorwärts zur Rezeption. Hier angekommen, war ein Platz für ein Zelt zum Glück kein Problem. Wir erfuhren dann auch, dass das Schild mit "No vacancies" nur für die Wohnwägen und Wohnmobile gilt, da dieser Campingplatz sehr klein ist und ohne das Schild überrannt wird. So konnten wir unser Zelt wieder für die nächsten zwei Nächte sicher aufstellen, uns verpflegen und ausruhen für den nächsten Tag. (Ingo)
GEOCACHES:
GC2Q2A5 Braveheart (La Passeggiata #1)
GC4Z0W2 Old Nevis Bridge
GC1TR9R Pipers View
GC13EP2 Robert the Bruce’s Tree
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